Was man für einen PC alles braucht - Das Mainboard
Diese Reihe richtet sich - wie es die Überschrift schon aussagt - an Leute, die mit PC-Hardware noch nicht viel Erfahrung haben, im Normalfall Andere sich um den technischen Krams Sorgen lassen sowie nicht wissen, was in so einem PC eigentlich alles drinsteckt.
Hier werde ich nun die Einzelteile, die ein PC so benötigt aufzählen und als Information dazu geben, wofür dieses Teil da ist und worauf man beim Kauf achten sollte.
Das Mainboard/Motherboard
Der Name kommt nicht von ungefähr. Obwohl es mittlerweile keinen direkten Einluss auf die Leistungsfähigkeit des PCs mehr hat, ist es doch mehr oder weniger die Basis eines jeden Rechners. Es verbindet alle elektronischen Bauteile, versorgt einige mit variabler Spannung, steuert sie anderweitig und vor allem beinhaltet ein Mainboard das BIOS, was dem Rechner prinzipiell erst sagt, was er zu tun hat. Außerdem übernehmen moderne Motherboards auch viele zusätzliche Funktionen, so befinden sich hier meistens die Chipsätze, also die Steuerchips für viele der anschließbaren Bauteile, sowie Netzwerk- und Soundchips.Mainboards kann man grob durch folgende Kriterien unterscheiden: Dem Sockel und damit auch dem Chipsatz, der Spannungsversorgung, dem Formfaktor und der zusätzlichen Ausstattung.
Die jeweiligen Hersteller haben für unterschiedliche Prozessoren unterschiedliche Sockel und für den gleichen Sockel jeweils noch Unterschiedliche Chipsätze, die sich hinsichtlich der bereitgestellten Anschlüsse und manchmal auch in den generellen Features unterscheiden. Beispielsweise können aktuelle Intel-Prozessoren nur per Multiplikator übertaktet werden, wenn das Mainboard einen der Z-Chipsätze oder der X-Chipsätze besitzt. Der Sockel muss kompatibel sein, beim Chipsatz kann man sich daran orientieren, was man benötigt. Die meisten dürften in Normalfall mit dem güstigsten Chipsatz bedient sein.
Die Spannungswandler sind für den normalen Benutzer nicht so wichtig, billigere Modelle können bei nicht ausreichender Kühlung aber überhitzen, vor allem bei Tower- oder Wasserkühlern, wenn sie nicht mitgeküht werden. Darüber hinaus ist es momentan beim AM3+ -Sockel der Fall, dass aufgrund der Spannungswandler nicht alle Mainboards alle Prozessoren für den Sockel aufnehmen können. Bei Prozessoren der FX 9000er Serie bzw bei billigen Mainboards auch bei Prozessoren ber FX 8000er Serie ist daher angeraten, vorher in die Supportliste des Mainboards zu schauen. Für Enthusiasten sind die Spannungswandler wichtiger, da sie einen großen Einfluss darauf haben, wie weit man mit Übertaktung gehen kann.
Der Formfaktor sagt ganz simpel aus, wie groß das Mainboard ist. Viele Gehäuse unterstützen zusätzlich zu dem maximalen Formfaktor des Mainboards noch eine Reihe der kleineren, so dass das Mainboard nicht immer exakt den Formfaktor haben muss, wie beim Gehäuse angegeben. Die gängigsten Formfaktoren sind absteigend nach Größe sortiert: E-ATX, ATX, mATX und mITX.
Die Zusatzausstattung macht in vielen Fällen dann die Differenzierung aus. Kann das Mainboard selbstständig übertakten? Wo liegen innen die verschiedenen Anschlüsse? Welche Anschlüsse hat es nach draußen und genug davon? Sieht es schick aus? Hat es besondere Features, die ich gebrauchen kann? Wie gut ist der Sound? Sind die Kontakte vergoldet? Gibt es genug Steckplätze für meinen RAM? Und so weiter, hier spielt eben auch viel der Werbung mit hinein. Hier muss man sich Prioritäten setzen und am Ende eben gucken, was einem am ehesten zusagt.
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